Studien für Patienten

Neue Wege in der Nachsorge: Die CAMBRIA-1 Studie für Patient:innen mit hormonpositiven (ER+) / HER2-negativen (HER2-) Brustkrebs.

Gemeinsam die Sicherheit in der Langzeittherapie stärken.
ZeitaufwandDie Studie besteht aus drei Zeiträumen: einem Voruntersuchungszeitraum für bis zu 28 Tage, einem Behandlungszeitraum von 5 Jahren und einem Nachbeobachtungszeitraum. Ihre Teilnahme an der Studie wird voraussichtlich 10 bis 13 Jahre andauern. Der zeitliche Aufwand für die Kontrolltermine orientiert sich dabei eng an der üblichen medizinischen Nachsorge, die Sie bereits kennen.
OrtAachen, Dessau-Roßlau, Dresden, Düsseldorf, Eggenfelden, Esslingen am Neckar, Gütersloh, Hamburg, Heidelberg, Landshut, Memmingen, Munich, Rüsselsheim am Main, Stralsund, Wiesbaden
AufwandsentschädigungSie erhalten eine Pauschalentschädigung für angemessene Ausgaben, die aufgrund Ihrer Teilnahme an der Studie anfallen (zum Beispiel: Reisekosten, Parkgebühren, Hotelkosten).

 Haben Sie Ihre erste Brustkrebs-Behandlung erfolgreich abgeschlossen und nehmen bereits seit mindestens zwei Jahren eine Anti-Hormontherapie ein? Viele Patient:innen mit hormonsensitiven Brustkrebs (ER+/HER2-) fragen sich während der Nachsorge, wie sie ihr Rezidivrisiko weiter senken können und ob es neuere Behandlungsmöglichkeiten gibt, die die Lebensqualität in den Vordergrund stellen. 

Genau hier setzt die CAMBRIA-1-Studie an. 

Die Studie soll untersuchen, ob ein neu entwickeltes Medikament den Langzeitschutz verbessern kann. Zusätzlich wird bewertet, ob dieses neue Medikament besser verträglich ist oder weniger Nebenwirkungen hat als die derzeitigen Standardbehandlungen.


Die meisten Brustkrebsarten benötigen das Hormon Östrogen zum Wachsen. Die Standardtherapie besteht daher meist darin, dieses Hormon über mehrere Jahre zu unterdrücken. In dieser Studie untersuchen wir das Prüfmedikament Camizestrant.

Camizestrant ist ein sogenannter „Östrogenrezeptor Abbauer". Das Ziel der Untersuchung ist es, zu verstehen, ob dieses Medikament eine Rückkehr der Erkrankung bei Patient:innen mit einem mittleren oder höheren Risiko besser verhindern kann als die Fortsetzung der bisherigen Standardtherapie (wie z.B. Tamoxifen).

Die Zuteilung zu einer der beiden Behandlungsgruppen (Prüfmedikament oder Fortführung der bisherigen Therapie) erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Sowohl Sie als auch Ihr:e Prüfarzt:ärztin wissen, welche Behandlung Sie erhalten.

Es steht Ihnen frei zu entscheiden, ob Sie an dieser Studie teilnehmen möchten oder nicht. Sie können jederzeit NEIN sagen - jetzt oder später. Sie müssen dies nicht begründen und Ihnen entstehen keine Nachteile. 

Wenn Sie sich informieren möchten, bedeutet das noch keine Zusage. Ein Gespräch mit dem Studienteam kann Ihnen helfen, in Ruhe zu entscheiden, ob eine Teilnahme für Sie persönlich infrage kommt.

Um an der CAMBRIA-1 Studie teilnehmen zu können, sollten die folgenden Punkte auf Sie zutreffen. Schauen Sie dafür am besten kurz in Ihrem letzten Arztbrief oder Pathologie-Befund.



Haupteinschlusskriterien und Ausschlusskriterien
Haupteinschlusskriterien
ab 18 Jahren
Bei Ihnen wurde ein hormonempfindlicher Brustkrebs im Frühstadium festgestellt (in Ihrem Befund finden Sie die Kürzel ER+ und HER2-).
Sie haben Ihre Erstbehandlung (Operation, sowie falls notwendig Bestrahlung oder Chemotherapie) bereits abgeschlossen.
Sie nehmen seit mindestens 2 Jahren (aber noch nicht länger als 5 Jahre) eine Anti-Hormontherapie als Tablette ein (z. B. Tamoxifen, Letrozol, Anastrozol oder Exemestan).
Seit Ihrer Diagnose gab es keinen Rückfall der Erkrankung und es wurden keine Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen gefunden.
Ihr Arzt hat Ihnen empfohlen, die Hormontherapie aufgrund Ihres Rückfallrisikos für insgesamt bis zu 10 Jahre (also noch weitere 5 Jahre) fortzuführen.
Die Studie ist für Patientinnen sowie ausdrücklich auch für männliche Patienten mit der Diagnose hormonpositiver (ER+) und HER2-negativer (HER2-) Brustkrebs offen.
Geschlecht: Männlich ♂ Weiblich ♀
Ausschlusskriterien
Sie nehmen Ihre Anti-Hormon-Tabletten bereits länger als 5 Jahre und 3 Monate ein.
Sie hatten in den letzten 5 Jahren eine andere Krebserkrankung (Ausnahmen: weißer Hautkrebs oder sehr frühe Vorstufen am Gebärmutterhals).
Sie sind aktuell schwanger oder stillen.
Der ursprüngliche Tumor war so fortgeschritten, dass er nicht operiert werden konnte oder bereits in fernere Organe gestreut hat (z.B. Lunge, Leber, Knochen).
Häufig gestellte Fragen
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