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Hitzewallungen – Wer kann da noch cool bleiben?

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Hitzewallungen – Wer kann da noch cool bleiben?
Hitzewallungen sind für viele Frauen unerwünschte Besucherinnen, die ohne Anklopfen plötzlich bei der Tür hereinfallen und einen ganz schön ins Schwitzen bringen. In solchen Momenten einen kühlen Kopf zu bewahren, ist eine echte Herausforderung.

 

Die Hitzeattacken können jederzeit und überall auftreten, sei es während einer wichtigen Präsentation im Büro, beim Einkaufen in einem überfüllten Supermarkt oder sogar mitten in der Nacht, wenn man eigentlich tief und erholsam schlafen möchte. In solchen Momenten fühlen sich Frauen oft machtlos und in ihrem eigenen Wohlbefinden stark beeinträchtigt.

 

Doch nicht nur die situativen Gegebenheiten, in denen Hitzewallungen auftreten können, sind vielfältig, sondern auch ihre Ursachen. Die genauen Prozesse wie es tatsächlich zu den heißen Symptomen kommt, ist nicht vollständig geklärt, aber feststeht, dass sie in engem Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen im Körper stehen.

 
Menopause

Bei Frauen sind Hitzewallungen oft mit den Wechseljahren verbunden, da in dieser Lebensphase der Östrogenspiegel im Körper abnimmt. Östrogen ist ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur spielt. Während der Wechseljahre kommt es zu Schwankungen im Hormonhaushalt, insbesondere im Verhältnis von Östrogen zu anderen Hormonen wie Progesteron. Dieses Ungleichgewicht kann dazu führen, dass das thermoregulatorische System des Körpers durcheinander gerät. Als Reaktion darauf erweitern sich die Blutgefäße, um überschüssige Wärme abzuleiten. Dies führt zu einem plötzlichen Gefühl von Hitze und Rötung im Gesicht, Nacken und Oberkörper, begleitet von starkem Schwitzen.

 

Nicht die Menopause, was dann?

Neben den Wechseljahren können auch andere Faktoren zu Hitzewallungen beitragen. Dazu gehören Stress, Angstzustände, bestimmte Medikamente oder in seltenen Fällen eine familiäre Veranlagung.

 

Anti-Hormontherapie bei Brustkrebspatientinnen

Hitzewallungen treten häufig auch als Nebenwirkung bei einer Anti-Hormontherapie bei Brustkrebs auf. Diese Therapie wird eingesetzt, um das Tumorwachstum zu hemmen oder das Risiko eines erneuten Auftretens von Brustkrebs zu verringern. Bei bestimmten Brustkrebsarten, wie zum Beispiel hormonrezeptorpositivem Brustkrebs, spielen Hormone wie Östrogen eine entscheidende Rolle beim Tumorwachstum. Die Anti-Hormontherapie zielt darauf ab, die Wirkung dieser Hormone zu blockieren oder ihren Spiegel im Körper zu senken.


Da Hormone auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur spielen, kann deren Unterdrückung oder Reduzierung während der Anti-Hormontherapie zu Hitzeschüben, Schweißausbrüchen und starkem Schwitzen führen. 


Brustkrebspatientinnen, die mit Hitzewallungen aufgrund der Anti-Hormontherapie konfrontiert sind, sollten sich stets mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer Ärztin über spezifische Ratschläge und Behandlungsoptionen austauschen, die auf ihre individuelle Situation zugeschnitten sind. 


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Quellen:
Mallhi, T. H., Khan, Y. H., Khan, A. H., Mahmood, Q., Khalid, S. H., & Saleem, M. (2018). Managing Hot Flushes in Menopausal Women: A Review. Journal of the College of Physicians and Surgeons--Pakistan : JCPSP, 28(6), 460–465. Sturdee, D. W., Hunter, M. S., Maki, P. M., Gupta, P., Sassarini, J., Stevenson, J. C., & Lumsden, M. A. (2017). The menopausal hot flush: a review. Climacteric : the journal of the International Menopause Society, 20(4), 296–305. Fenlon, D., Morgan, A., Khambaita, P., Mistry, P., Dunn, J., Ah-See, M. L., Pennery, E., Hunter, M. S., & NCRI CSG Breast Cancer Symptom Working Party. (2017). Management of hot flushes in UK breast cancer patients: Clinician and patient perspectives. Journal of Psychosomatic Obstetrics & Gynecology, 38(4), 276-283.


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